“Lieber Fidel,
Du hast uns verlassen, und dies ist das erste Mal, dass ich nicht mit Dir einverstanden bin
Athen, 26.11.2016
Mikis Theodorakis”

 

Photo: greece.greekreporter.com

 My dear Guy,

I cannot believe that you have left forever; you, who with your love and friendship were my most valuable support from the moment I met you, about 43 years ago, until this moment when I am losing you forever.
I am grateful, because you believed in my music and my work, often alone, against all others, and you supported me in the most difficult moments of my life. So much so that at some points I felt that I should continue moving forward, if for nothing else, at least to justify your fight and give you joy.
But it is not only your powerful intellect, your deep learning and your will of steel that distinguished you from other people; it was above all the unique nobility of your soul and the integrity of your character.
You were an uncompromising person and a person of integrity: great virtues, rare in our dark age, virtues that enlightened me and guided me through the rough paths of my life.
How glad, how blessed was I, my dear Guy, to have met you and been so close to both you and the faithful, worthy, valuable partner in your life, our beloved Ariel ...
And now you are gone and you have left me alone, without your precious love, your unshakeable faith and your incomparable, unique ethos, which were probably some of the most valuable gifts life has given me.
Now I see you and embrace you, even from far away, for the last time. But you must know that in your long journey, your dear friend Mikis will always be with you. My great love, my gratitude, my deep respect, my thoughts, my thanks and above all my Music, which you loved and in which you believed so much, will accompany you forever in your long journey.

Goodbye, my dear friend.

Mikis Theodorakis
 
Athens, 27.5.2016    

 In tiefster Trauer geben wir bekannt, dass Guy Wagner, Gründer und Webmaster der offiziellen Mikis-Theodorakis Website, nach einem langen Kampf gegen eine unerbittliche Krankheit, am 17. Mai 2016 verstorben ist.
 
In nächster Zukunft werden wir die Informationen auf der Site nicht aktualisieren können. Wir suchen aber eine Person, die bereit und fähig ist, die Folge von Guy zu übernehmen. Wir hoffen daher, dass diese Situation nicht lange dauern wird.

Bleiben Sie uns treu. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten und danke Ihnen für Ihr Verständnis.

Ariel und Claude Wagner

Seit einer gewissen Zeit erleben wir die Folgen der politischen Inexistenz der SYRIZA-Regierung. Eine politische Inexistenz, die uns allmählich und konsequent dahin geführt hat, wo wir jetzt stehen.

Wie stellt sich diese Inexistenz dar?

Wegen der Besetzung der Zölle an unseren Grenzen durch die Nachbarländer ist das Land isoliert, und es wird gelähmt durch  unzählige Blockierungen.und durch den Generalstreik in allen Gesellschaftsbereichen, während die Bauern sich gleichzeitig entschlossen haben, in Athen den Syntagma-Platz zu besetzen.

Kein Zweifel: Wir haben die STUNDE NULL erreicht durch das Verhalten der Regierung, die taten- und hilflos den Lauf der Dinge verfolgt, ganz so, als gäbe es sie nicht.

Heute hat sie erstmals beschlossen, sich aus ihrer Erstarrung zu lösen, aber anstatt eine Lösung vorzuschlagen, um die Lage zu entspannen, hat sie erklärt, dass sie den Aufmarsch der Traktoren nicht erlauben werde. So versucht sie, einen Konflikt mit den Bauern zu vermeiden, die, wie es diesmal den Anschein hat, zu allem bereit sind, weil sie gezwungen wurden, für ihre elementaren Rechte zu kämpfen: Ein Konflikt, für den allein die Regierung verantwortlich ist.

Der "Dialog", den sie vorschlägt, streut nur Sand in die Augen der Bauern, da die Entscheidungen nicht von ihr, sondern von den "Institutionen" getroffen werden.

Gewiss, ein Konlikt, ganz gleich, welches auch immer seine Charakteristiken und seine Resultate sind, wird ein harter Schlag für ein Land sein, das dabei ist zusammenzubrechen. Und es besteht kein Zweifel daran, dass dieser Konflikt es nicht nur in eine tiefere Krise stürzt, sondern parallel dazu, auch zu einer größeren Veränderung der Psychologie des griechischen Volkes, das sich, so glauben wir, schon auf breiter Ebene der Richtigkeit unserer Vorhersagen und unserer Stellungnahmen über die Sackgasse bewusst wird, in die uns die Politik von SYRIZA geführt hat.

Tsipras' Uneinigkeitserklärung, die uns in gute und schlechte Griechen aufteilt, beweist, dass er den Kontakt zur Wirklichkeit verloren hat, da für ihn offensichtlich die Rechte zwar "schlecht" ist, trotzden zeigen er und seine Regierung, dass sie die Prälaten der Polilik der neoliberalen Politik der Rechten sind, die sie auf Befehl der fremden Institutionen betreiben. Und nun ist die Stunde gekommen, da sie selbst für diesen desaströsen Betrug teuer zahlen müssen, weil das griechische Volk die Tugend hat, sich am Ende nicht zu unterwerfen. Und jetzt ist die Stunde des "Endlich" gekommen: die STUNDE NULL, die den Gemeralkonflikt zwischen der Regierung und dem Volk bedeutet. Seine Kampfspitze sind heute die griechischen Bauern in ihrer Gesamtheit und mit ihrer Entschlossenheit, damit ihre Forderungen erfüllt werden.

Wir sind demnach an dem Punkt angekommen, an dem das Leben selbst die Griechen gezwungen hat, eine Vereinigte Menschenfront des Kampfes zu bilden, dies ohne Leitfigur. Die Kraft, die vom Aufstand des Volkes in allen Bereichen, mit den Bauern an seiner Spitze, ist so groß, dass es schade wäre - selbst wenn die Regierung und die Institutionen ein wenig nachgeben würden -, wenn dieser dafür nur einige Krümel bekäme. Unser Volk verdient ein solches Ergebnis, das es auf Dauer in eine noch größere Krise stürzen würde, nicht.

Im Gegenteil! Wenn es mit der Verzweiflung und dem Willen, die es zu diesem allgemeinen Aufstand führen, dafür sorgen würde, alles einzufordern, was ihm als vereinIgte Kraft mit gemeinsamen Zielsetzungen, einer gemeinsamen Strategie, Taktik und Perspektive angehört, wären seine Gewinne vielfältig.

Es sind nämlich die gleichen internationalen Kräfte, die uns dazu zwingen, nicht drei oder vier nationale Politiken zu haben, sondern nur zwei: die Politik, die die Befehle der Institutionen befolgt, und die Politik, die den Konflikt mit den Institutionen unterstützt.

Unglücklicherweise ist diese Vereinigte Front des Kampfes, die nicht nur für einige Krümel mehr verhandelt, vielmehr zum Ziel die Eroberung der wesentlichen Rechte des griechischen Volkes hätte, nie Wirklichkeit geworden.

Daher ist die STUNDE NULL nicht nur für die Regierumg gekommen, sondern auch und vor allem für das Volk. Und das ist in Wahrheit die große Tragödie.

Athen, 10.2.2016

Mikis Theodorakis

 

übertragung aus der französischen Fassung

 

Anlässlich des 90.Geburtstages von Mikis Theodorakis

am 12. November 2015, 19.30 Uhr, im Carl-Orff-Saal (Gasteig)
Rosenheimer Str. 5, 81761
München
 
 Griechische Filmwoche 12.–22.11.2015
Eröffnungsfilm: »DANCE FIGHT LOVE DIE – Unterwegs mit Mikis« (Work-In-Progress-Preview)
D/GR 2016, 90 Min., Dokufiction, Deutsche Fassung
Regie: Asteris Kutulas. Mit Mikis Theodorakis, Sandra von Ruffin, Stathis Papadopoulos u.a.

Zwischen 1987 und 2014 hat Asteris Kutulas den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis immer wieder zu Auftritten und in vielen anderen Situationen begleitet und häufig seine Kamera laufen lassen. Aus diesem reichen privaten Fundus, dessen Material verwoben wird mit historischen Aufnahmen und »fiktionalen Szenen«, entsteht derzeit die filmische Komposition »DANCE FIGHT LOVE DIE«. Anlässlich des 90. Geburtstags von Theodorakis wird die diesjährige Griechische Filmwoche mit der spannenden 90-minütigen Work-In-Progress-Preview eröffnet. Wie schon Kutulas’ vorheriger Film »Recycling Medea«, mit dem er 2013 in München zu Gast war, sperrt sich auch sein neues Werk gegen die Einordnung in allzu schlichte Genreschubladen. Trotz der Fülle dokumentarischen Materials wird »DANCE FIGHT LOVE DIE« nicht wie ein Dokumentarfilm gesehen werden können. Doch ob man es nun als poetisches Roadmovie oder als assoziative Filmcollage bezeichnet – »DANCE FIGHT LOVE DIE« ist ein spektakuläres überbordendes visuelles Epos über Mikis Theodorakis, über Liebe, Musik, Leidenschaft und Tod im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert.

Der Regisseur steht nach der Vorführung für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.

Veranstalter: Münchner Stadtbibliothek (MSB), Griechisches Filmforum München e.V. und Filmstadt München e.V.
 
 
Der Regisseur steht nach der Vorführung für ein Publikumsgespräch zur Verfügung.

Veranstalter: Münchner Stadtbibliothek (MSB), Griechisches Filmforum München e.V. und Filmstadt München e.V. 


»DANCE FIGHT LOVE DIE – Unterwegs mit Mikis« 
Mit Mikis Theodorakis, Sandra von Ruffin, Stathis Papadopoulos u.a.

Music by Mikis Theodorakis
Directed by Asteris Kutulas
Written by Asteris & InaKutulas

Sound & Music Mixing, Editing& Mastering
Alexandros Karozas

Cinematographer
Mike Geranios

Editing
Cleopatra Dimitriou
 
 
 

Erklärung von Mikis Theodorakis zu den Wahlen vom 20. September 2015

Es besteht kein Zweifel daran, dass Wahlen normalerweise stattfinden, um jene parlamentarischen Kräfte an die Macht zu bringen, die das Volk während der Legislaturperiode der nächsten vier Jahre leiten werden, indem sie ihr Programm umsetzen.

Bei den anstehenden Wahlen jedoch, welches wird wohl das Programm sein, das die siegreiche Partei umsetzen wird?

Gestern hat H. Juncker daran erinnert, dass es bereits durch die SYRIZA-Regierung und durch Brüssel gestimmt worden ist, unser "nationales" Programm, nämlich das Dritte Memorandum, und - wie ein wahrer Gauleiter - hat er uns gedroht, falls wir es nicht anwenden sollten, man uns streng bestrafen würde.

Ich denke an die Zeit der deutschen Besatzung zurück und frage mich, wie die Griechen reagiert hätten, wenn der Gauleiter von damals beschlossen hätte, zu Wahlen aufzurufen. Das heißt: Wären sie bereit gewesen, an einer derartigen Verhöhnung der Demokratie teilzunehmen, indem sie Parteien gebildet hätten mit einem adäquaten "Regierungsprogramm", oder wären sie in die Berge geflohen, so wie dies in der Tat der Fall gewesen ist.

Weiterlesen: DIE WAHLEN, DIE EHRE UND DER STRICK UM DEN HALS


Mikis Theodorakis traf sich mit Panagiotis Lafzanis

 

Athen, den 25.08.2015

 

Lieber Panagiotis,

Bei dem Treffen, um das Du mich vor ein paar Tagen gebeten hattest, stimmtest Du mir zu, dass das jetzige Parlament in Wirklichkeit das Hauptinstrument der Politik des Memorandums ist, mit dem Ziel, die Gesetze zu stimmen, die ihm unter einem demokratischen Deckmäntelchen dienlich sind.

Da die Existenz eines permanenten Minderheit (KKE - SYRIZA) als Alibi für die Machtinhaber des Systems und die Ausländer diente. Besonders für die Ausländer. Zuvor habt Ihr allw als SYRIZA-Mitglieder unter Alexis Tsipras geglaubt, dass nach der Eroberung der Parlamentsmehrheit und nach Eurem Regierungsantritt, würde es Euch gelingen, das Herz des Systems zu treffen und ein Pro-Memorandum-Parlament in ein Anti- Memorandum-Parlament zu verwandeln. Was ist schließlich geschehen?

Was SYRIZA fertiggebracht hat, ist die Pro-Memorandum-Front zu stärken. Das heißt, dass SYRIZA selbst zu einer Pro-Memorandum Kraft geworden ist, zusammen mit Nea Dimokratia, PASOK und der neuen Partei POTAMI.

Dies bestätigt das Prinzip, dass man das System nicht aus dem System heraus treffen kann, weil man selbst System wird. Dies bedeutet, dass, wenn Ihr an den Wahlen teilnehmt, werdet Ihr selbstverständlich versuchen, Teil der sündigen Hauses zu werden. So steht Ihr denn vor zwei Möglichkeiten: Entweder funktioniert Ihr in der Opposition als Alibi für unpopuläre  Entscheidungen der Ausländer oder Ihr werdet, falls Ihr an die Regierung kommt, das Schicksal der aktuellen Pro-Memorandum-SYRIZA teilen. Dies, weil die Stärke des Systems ein Katalysator ist. Mit einer Ausnahme: dem griechischen Volk, vereint und aufrecht. Es ist eine Schande, dass die Volkskräfte, die für Euch stimmen werden, dasselbe Schicksal kennen werden wie die Unterstützer von SYRIZA, die, ob sie es wollen oder nicht, für das Memorandum stimmen werden. Demnach für das Dritte Memorandum, dessen katastrophalen Maßnahmen sich als tödlich für die Zukunft des Landes und unser Volkes erweisen können. Darin liegt die zerstörerische Wirkung des dritten Protokolls, die tödlich für die Zukunft unseres Landes und für die Menschen sein kann.

Als alter Kamerad und als Dein Freund, lade ich Dich und die Anhänger der neuen Partei ein, uns auf dem Bollwerk der Volksfront zu treffen, die heute die Würde unseres Volkes hochhält. Und die morgen, wenn sie erwachsen ist, die einzige Kraft sein wird, die unsere Heimat befreien und unserm Volk Freiheit, Unabhängigkeit und Stolz bieten kann.

Mit kameradschaftlichen Grüßen

 Mikis Theodorakis

 p.s.: In seiner "offenen Antwort" vom nächsten Tag, schreibt Panagiotis Lafazanis, dass die Präsenz seiner "Volksunion" im Parlament nicht unvereinbar mit deren Präsenz in der Volksfront sei. "Ich werde nicht Tsipras werden", meint er.

Griechisches Original unter: http://www.mikistheodorakis.gr/el/writings/statements/?nid=5190

 Antwort Lafazanis: http://theodorakism.blogspot.com/2015/08/a_26.html#more

Deutsche Übersetzung: Guy Wagner

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Liebe Freunde und Kampfgenossen von SPITHA heute, gestern und morgen,


Es ist mit einem wahren Schmerz für unser Land und für unser Volk, dass ich Ihnen schreibe über die Zeit, die für SPITHA verloren gegangen ist, während die Bewegung als Sonne begonnen hatte und als kleine Öllampe endete. Doch sie besteht weiter, dank des unerschütterlichen Glaubens von zehn bis zwanzig Kampfgenossen, die unseren Ideen und mir persönlich vertraut haben.

Wie Sie sicherlich ebenfalls sehen, haben die politischen Entwicklungen und das Leben selbst uns schließlich RECHT GEGEBEN.

Ich bitte Sie daher, nicht auch noch diese neue Gelegenheit  verstreichen zu lassen, und ich fordere jeden Einzelnen auf zu helfen, dass SPITHA wieder so wird, wie wir uns dies vom ersten Augenblick an erträumt hatten: ein kraftvoller Vorreiter mit der Strahlkraft und der Überzeugung eines wahren Kämpfers an vorderster Front der Entwicklung, die zum Ziel die Befreiung unseres Volkes und die Gewinnung unserer nationalen Unabhängigkeit hat.

Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, ich und ein paar treue Freunde, Kampfgenossen, Sie erneut an alle Texte zu erinnern, die wir bisher über die Notwendigkeit geschrieben haben, eine Panhellenische Patriotische und Demokratische Front zu schaffen, die dem Volk helfen wird, ein für allemal alle ausländischen Heuschrecken loszuwerden und Herr im eigenen Haus zu sein.

Wie Sie heute sehen können, spricht jeder, und vor allem diejenigen, die die Linke verraten haben, von einer Front. Gewähren wir ihren nicht die Gunst, uns diese Idee weiter zu stehlen, wie sie es bisher getan haben.

Athen, 21. 08. 2015

 Mikis Theodorakis

 

- veröffentlicht, am 22. August 2015 -

 

Deutsch: Guy Wagner

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An seinem 90. Geburtstag richtete Mikis Theodorakis einen eindringlichen Appell an die griechische Regierung, das Volk und die Weltöffentlichkeit, der von zahlreichen hochrangigen Persönlichkeiten mitunterzeichnet wurde.

 

Am 5. Juli hat das griechische Volk mit überwältigender Mehrheit das Ultimatum der Gläubiger abgelehnt, die sich wie unbarmherzige Kolonialherren und Vernichter unseres Landes benehmen. Das Volk hat das Ende der Memoranden der Zerstörung und Plünderung des Landes, der Kolonisierung Griechenlands gefordert, die im Mai 2010 begonnen hat.

 Dieses Nein, das die ganze Menschheit überrascht hat, wurde unter den schwierigsten Umständen gegeben, unter einem Terror, der von fast allen Medien verbreitet wurde, begleitet von Drohungen und Erpressungen seitens der stärksten internationalen Kräfte und einem im Entstehen begriffenen Wirtschaftskrieg, der zur Schließung der Banken geführt hat. Dieses Nein ist vergleichbar mit den großen Nein in unserer Geschichte, wie denen von 1821, 1940, 1941-1944 und vielen andern, mit denen das griechische Volk seine Würde, seine Kultur und die fundamentalen moralischen Bedingungen seiner Existenz als einer strukturierten Nation bewahrt hat.

Nach den Grundprinzipien unserer Verfassung, hat dieses Nein den Vorrang gegenüber allen Entscheidungen der Regierung und des Parlaments. Alle griechischen und europäischen staatlichen Institutionen müssen es respektieren, umso mehr als sich absolut nichts geändert hat gegenüber den Bedingungen, die am 5. Juli vorherrschten. (Wenn etwas geschehen ist, so dies, dass die Auflagen der Gläubiger sich für das griechische Volk noch verschlechtert haben).

Weiterlesen: VERTEIDIGT DAS VATERLAND UND DIE DEMOKRATIE!

Lieber Mikis, wir erinnern uns, Ariel und ich, an unsere erstaunte Freude, anlässlich eines Konzerts in Paris, lang ist's her, als dein erster Enkel geboren wurde.

Du verbeugtest dich vor dem Publikum und hattest in den Augen das Licht der Liebe und der Freude. Du, ein Mann, der durch die Hölle gegangen ist, Haft, Folter, Vertreibung und Exil erlitten hast, hattest überlebt, um das natürlichste aller menschlichen Schicksale Wirklichkeit werden zu lassen: Du warst Großvater geworden.

Jetzt hast du deinen neunzig Geburtstag erreicht, und das Gefühl des bewundernden Erstaunens ist erneut da.

Alle deine Errungenschaften: die unzähligen Stunden unsterblicher Musik, die literarischen, theoretischen, autobiographischen, politischen Schriften, dein Engagement als Citoyen und deine unermüdlichen Aktivitäten, deine persönlichen Prüfungen und Sorgen. Wo hast du immer wieder die Kraft gefunden, wo findest du sie weiterhin, um all dies immer noch, ohne zu wanken, auf dich zu nehmen?

Kopfschüttelnd bewundern wir dich und können nur sagen: Vielen Dank, lieber Mikis, für deine Kreativität, die Fülle der Schönheit, die du unserm Leben hinzugefügt hast. Vielen Dank für deine Hingabe an die Pflicht, für das Beispiel, das du für uns alle gewesen bist und immer bleiben wirst.

Du darf uns nie verlassen, wir brauchen dich zu sehr – und Griechenland braucht dich am meisten. Dein geliebtes Land, für das du immer noch leidest, gerade jetzt wieder, wo es erneut  eine antike Tragödie durchlebt. Dein Volk, das aufrecht steht, stolz in seiner Verzweiflung die Faust hebt und sein trotziges OXI! jenen mächtigen Göttern entgegen schreit, die verrückt nach Geld sind, die ihre Wut hinausheulen und ihre erbarmungslose Rache stillen.

Griechenland und wir, deine Freunde, brauchen in unseren Ohren dein Brüllen eines alten Löwen. Wir brauchen deine weiße Mähne und deine blitzenden Augen vorn an der Spitze des Kampfes, verwundet, gewiss, aber immer noch vollkommener Bürger, der die gerechte Sache mit seiner angeborenen Tapferkeit und Integrität verteidigt. Wir lieben dich, Mikis Theodorakis, wir lieben und brauchen dich.

Glückwunsch zu Neunzigsten – und zu vielen weiteren Geburtstagen. Χρόνια πολλά.

Ariel, Guy, Claude, David, Suzette ... und alle Besucher dieser Homepage

 p.s. unsere Homepage hat mehr als 2.500 Seiten. Darauf sind wir stolz und freuen uns für dich auf eine Besucherzahl von 475.000 seit 1996

 

Photo: Independent Balkan News Agency

 

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